Inhaltsverzeichnis

Hitze und die Auswirkungen auf das Bruttoinlandsprodukt

Ja, zu viel Hitze ist nachweislich schlecht für das Bruttoinlandsprodukt (bzw. das Bruttosozialprodukt). Studien des Bundesarbeitsministeriums und von Kreditversicherern wie Allianz Trade zeigen, dass extreme Hitzewellen als struktureller wirtschaftlicher Schock wirken und das Wirtschaftswachstum massiv bremsen.

In Deutschland kostet ein einziger extremer Hitzetag die Wirtschaft schätzungsweise 431 Millionen Euro. Bis zum Jahr 2030 drohen der deutschen Wirtschaft dadurch BIP-Einbußen von bis zu 3 Prozent.

Die Hauptursachen für die wirtschaftlichen Einbußen

Statistische Übersicht (Klimafaktoren)

Wirtschaftlicher Faktor Auswirkung pro zusätzlichem Grad Hitze (über 30°C)
Arbeitsproduktivität - 3,0 %
Energiekosten der Unternehmen + 1,2 %
Verschlechterung der staatlichen Haushaltslage - 0,9 % (vom BIP pro Jahr)

Langfristige Folgen für den Staat

Weil Unternehmen durch die Hitze an Produktivität einbüßen und ihre Gewinnerwartungen sinken, wird weniger investiert. Gleichzeitig belasten die Hitzeeffekte die Staatskasse: Die Haushaltslage verschlechtert sich hitzebedingt im Schnitt um knapp 0,9 Prozent des BIP pro Jahr. Um diese Schäden abzuwenden, sind laut Wirtschaftsexperten massive und schnelle Investitionen in den Hitzeschutz (wie die Nachrüstung von Klimaanlagen oder hitzebeständigem Straßenbau) notwendig.

Wissenschaftliche Belege und Studien (Externe Quellen)