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Einer der bekanntesten deutschen Denker und Philosophen nämlich Arthur Schopenhauer schrieb zu diesem Thema folgendes.:



„Die wohlfeilste Art des Stolzes hingegen ist der Nationalstolz. Denn er verrät in dem damit Behafteten den Mangel an individuellen Eigenschaften, auf die er stolz sein könnte, indem er sonst nicht zu dem greifen würde, was er mit so vielen Millionen teilt. Wer bedeutende persönliche Vorzüge besitzt, wird vielmehr die Fehler seiner eigenen Nation, da er sie beständig vor Augen hat, am deutlichsten erkennen. Aber jeder erbärmliche Tropf, der nichts in der Welt hat, darauf er stolz sein könnte, ergreift das letzte Mittel, auf die Nation, der er gerade angehört, stolz zu sein. Hieran erholt er sich und ist nun dankbarlich bereit, alle Fehler und Torheiten, die ihr eigen sind, mit Händen und Füßen zu verteidigen.“
(Parerga und Paralipomena, Erster Band, Aphorismen zur Lebensweisheit, Kapitel IV: Von dem was einer vorstellt. pp. 342)

Er meint, dass Nationalstolz der wertloseste Stolz überhaupt ist. Denn der Nationalstolze verrät sich dadurch, dass es ihm selbst an eigenen Vorzügen fehlt, auf die er stolz sein könnte und deswegen greift er nach etwas, dass er mit Millionen von anderen teilt, [nämlich die bloße Zugehörigkeit zu einer Nation]. Wer aber wirklich bedeutende, persönliche Vorzüge besitzt, wird vielmehr kritisch sein und die Fehler seiner Nation erkennen. Aber jeder erbärmliche Unbedeutende, der nichts in der Welt hat, worauf er stolz sein könnte, beruft sich auf das letzte Mittel, nämlich stolz zu sein auf die Nation, der er gerade angehört. An der Nation bemisst er seinen eigenen persönlichen Wert und wird deshalb versuchen, ihre Fehler auf jede irrationale Art zu verteidigen.

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  • Zuletzt geändert: 2026/05/31 15:27
  • von hausmeister